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Als Vorort bezeichnet man eine am Stadtrand einer größeren Stadt gelegene Siedlung. Sie ist üblicherweise Teil eines Verdichtungsgebiets und besitzt keine oder nur eine geringe zentrale Bedeutung für den Ballungsraum.

In den letzten Jahrzehnten gab es besonders in Europa und in Nordamerika den Trend der Bevölkerungsmigration von den Innenstädten in die Vororte.

In Deutschland hatte das zur Folge, dass die Großstädte mangels Steueraufkommens finanziell oft in Schwierigkeiten gerieten und als politisches Sanierungskonzept und/oder zur Verbesserung ihrer Bevölkerungsstatistik (Fördermittel) zur Eingemeindung ihrer Vororte schritten.

Während in Deutschland die Vororte zahlreicher Städte mittlerweile oft eingemeindet und damit zu Stadtteilen geworden sind, sind Vororte in vielen anderen Ländern, wie beispielsweise in den USA oder in Australien, nach wie vor selbständig. In Frankreich gelten die Banlieues als soziale Problemzonen. Ähnlich verhält es sich mit den Randbezirken US-amerikanischer Innenstädte. Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte des Kontinents handelt es sich bei Vororten in Europa - insbesondere auch in Deutschland - nicht nur um reine Wohnsiedlungen, die in jüngeren Jahren errichtet wurden (Schlafstädte), sondern häufig auch um "natürlich" gewachsene eigenständige Dörfer und Ortschaften mit eigenen, z.T. historischen Ortskernen.

Zumindest in Deutschland sind Vororte häufig durch den öffentlichen Personennahverkehr, z. B. S-Bahn, gut mit dem Stadtzentrum verbunden, was für Pendler und Schüler, die in der Stadt arbeiten bzw. lernen, besonders wichtig ist.

 


Quellen

Seite „Vorort“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. Juni 2016, 13:47 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Vorort&oldid=155070800 (Abgerufen: 23. August 2016, 08:40 UTC)

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